Technische Analyse Portal
Was ist das Technische-Analyse-Portal und wie Sie davon profitieren?
Das Portal für den technischen Analysten.
In einem umfangreichenreichen Nachschlagewerk werden sämtliche Grundlagen wie die Dow Theorie, Charttypen, Trendfolgeindikatoren und vieles mehr rund um die technische Analyse anschaulich dargestellt und auf den Punkt gebracht. Auch ein ausführliches Glossar lässt Begriffe wie Candlestick Chart, Euro Stoxx Indizies, Fibonacci Zahlen oder einfach nur Aktienanleihe nicht ungeklärt. Alles was an Begriffen unklar scheint, wird hier in einfachen Erklärungen zu finden sein. So kann jedermann erfolgreich an der Börse aktiv tätig werden oder lediglich nur sein Wissen vertiefen. Eine hervorragende und unabhängige Informationsquelle, auf die niemand verzichten sollte.
Erstklassige Redakteure mit erstklassigen Diensten.
Komptetente und erstklassige Redakteure aus den Bereichen technische Analyse stellen sich ausführlich vor und erzählen ihre Erfolgsgeschichte. Sie geben Ihnen Tipps wie Sie zu erstklassigen Anlagemöglichkeiten kommen und lassen Sie dort an ihren erfolgreichen Anlegestrategien teilhaben. Hier im TA-Portal haben Sie die Möglichkeit sich erste Informationen von verschiedenen Diensten zu Themen wie Devisen, Trendfolge oder auch Targetmethode zu verschaffen. Zu jedem dieser TOP 5 Dienste liegen Leseproben sowie Lesermeinungen für Sie bereit. Nur hier geben Redakteure wie Michael Proffe, Ph.D Hans Weigl, Andreas Wolf und einige mehr vorab einen Ausblick in ihre Arbeit.
Aktuelle Marktberichte der Experten

- Henrik Voigt
Börsen im Zangengriff
von Henrik Voigt (17.01.2012)
Der vergangene Freitag hielt keine guten Nachrichten für die Börsen bereit. Die US-Ratingagentur Standard & Poors stufte die Kreditwürdigkeit von 9 Ländern der Eurozone herab. Frankreich, Österreich, Malta, Slowakei und Slowenien wurden um jeweils einen Schritt zurückgestuft. Die Kandidaten mit den größten Problemen - Italien, Spanien, Portugal und Zypern - gleich um zwei Stufen. Der Effekt: die betreffenden Länder werden sich ab sofort deutlich schwerer und teurer am Kapitalmarkt refinanzieren können. Gift für den eben erst begonnenen Entspannungsprozess bei den Zinsen italienischer und spanischer Staatsanleihen.
Abstufungsdruck wegen mangelhafter Lösungsansätze
Gestern legte S&P nach und stufte auch den Euro-Rettungsfonds EFSF um eine Stufe ab. Für diesen wird es nun noch schwerer, institutionelle Investoren zu finden. Schon im Herbst musste seine erste Auktion mangels Interesse abgesagt werden. Außerdem wurden auch die Ausblicke für 14 Euroländer auf „negativ“ gesetzt, was weitere Abstufungen innerhalb der nächsten Monate zur Folge haben dürfte. Die europäischen Staaten müssen im laufenden Jahr aber mehrere hundert Milliarden Euro an Verbindlichkeiten umschulden. Mit einem schlechteren Rating wird das schwierig und vor allem deutlich teurer. Die Lage in der Staatsschuldenkrise verschlechtert sich trotz aller Rettungsbemühungen schneller und drastischer.
Und das nicht ganz zufällig. Als ganz großer Wurf wurde zunächst auf dem letzten EU-Krisengipfel am 09.12.2011 die angestrebte Fiskalunion mit einer Schuldenbremse in Verfassungsrang verkauft. Wenige Wochen später ist von dem ganzen Vorhaben nicht mehr viel übrig geblieben. Die meisten EU-Länder wollen sich dann doch nicht von außen in die eigene Souveränität reinreden lassen. Die EU-Kommission hat nun nichts mehr zu bestellen, der EuGH fungiert nur noch als Schiedsgericht, die Schuldenbremse im Verfassungsrang ist freiwillig.
Krisenverschärfung in den nächsten Wochen zu erwarten
Ein letzter Ausweg für die Umschuldung der europäischen Länder: Die EZB druckt einfach Geld (wie es die Fed in den USA schon lange tut). Die EZB kann dies innerhalb ihres rechtlichen Rahmens nur dann, wenn sie auf den rechtlich einigermaßen zwingend festgelegten Sparwillen der EU-Staaten verweisen kann. Und daran hapert es. Ohne EZB aber keine Stabilisierung bei den Zinssätzen der Schrottanleihen möglich und damit keine Entspannung in der Schuldenkrise. Selbst dieser aufgeweichte Pakt wird nicht vor Ende März verabschiedet. Griechenland wirdaber schon einige Wochen früher – nämlich Mitte März - endgültig das Geld ausgehen, denn eine Einigung mit den Gläubigerbanken ist bisher stets gescheitert. Dieses Thema wird die Börsen dann spätestens Ende Februar beschäftigen, wenn die französischen und amerikanischen Banken ins Trudeln geraten (erstere wegen ihrer massiven Bestände an griechischen Anleihen, letztere wegen ihrer dann darauf fällig werdenden CDS-Ausfallversicherungen – Zahltag!).
US-Quartalszahlen mit Enttäuschungspotenzial
Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, droht unmittelbar weiteres Ungemach für die Börsen von der Quartalszahlenfront. Allein in dieser Woche berichten 40 größere US- und zahlreiche namhafte europäische Unternehmen. Vor allem die US-Unternehmensergebnisse werden den hoch gesteckten Erwartungen nicht gerecht. Statt des erhofften Gewinnwachstums von 15,3 % werden es wohl nur noch 10,7 % im Jahresvergleich werden. Absolut gesehen erreichen die Gewinne noch nicht einmal den Stand von 2010, obwohl die Aktienkurse bereits deutlich höher notieren. Von den 31 Unternehmen aus dem S&P 500, die bereits ihre Zahlen so früh vorgelegt haben, verfehlten bislang ein Drittel die Schätzungen. Nicht schlimm? Das haben wir immerhin nicht mehr seit dem letzten Bärenmarkt in 2008 gesehen!
Es sieht so aus, als hinterlässt der weltweite Wachstumsabschwung jetzt auch bei dem vermeintlich „abschwungresistenten“ USA deutliche Spuren in den Geschäftsergebnissen. Das wird sich gravierend auf die dortigen Börsen mit ihrer ambitionierten Bewertung und der extrem optimistischen Stimmung auswirken (ich berichtete letzte Woche). Mit schlechten US-Vorgaben und einer sich weiter verschärfenden Situation in Europa sind die Tage der DAX-Erholung hierzulande aber ebenfalls gezählt, auch wenn die momentane Jubelstimmung noch vieles überdeckt. Nicht zu vergessen der bald wieder verstärkte saisonale Gegenwind an den Börsen. Gut, dass wir seit Monaten eine defensive Strategie fahren und kaum Risikopositionen besitzen. So können Sie dem bevorstehenden Sturm nicht nur gelassen entgegensehen, sondern mit vielen Positionen (Alpha- und Hebel-Zertifikate) sogar noch davon profitieren.

- Jürgen Nowacki
Statistiker behalten recht, die ersten fünf Handelstage handelt der S&P500 plus 1,83 Prozent
von Jürgen Nowacki (04.01.2012)
In den vergangenen Monaten habe ich Ihnen anhand verschiedener Datenquellen dargelegt, warum die US-Konjunktur besser läuft, als es in den Medien immer wieder kolportiert wurde. Jetzt haben Sie und ich den Beweis: Corporate Amerika produziert innerhalb von 4 Wochen (November bis Dezember) im privaten Sektor (Quelle: ADP) 325.000 neue Jobs. Meine positive Grundhaltung zum US-Aktienmarkt und die Aussage, dass sich Deutschland nicht von der erfreulichen Entwicklung abkoppeln wird, wurden bestätigt.
Die ersten fünf Handelstage haben im S&P500 mit einem Plus von 1,83 Prozent geschlossen. Was das aus statistischer Sicht mit dem Börsenjahr 2012 zu tun hat, schildere ich Ihnen in unserer Rubrik Dow und DAX Outlook. Nur so viel sei vorab verraten: 2012 wird ein Super-Börsenjahr!
Wie ich Ihnen im Dezember bereits angekündigt habe, werden wir den Target Trader weiter verbessern. Mit Ihren Leserbriefen - für die ich mich sehr bedanke - haben Sie mir und dem ganzen Team wichtige Hinweise gegeben, um Ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Bereits in der nächsten Target-Trader-Ausgabe werden wir die Verbesserungen umsetzen: Die Rubrik Konjunktur und Zinsen entfällt, um Ihnen noch mehr Informationen zum Musterdepot anbieten zu können. Sie erhalten also beispielsweise noch präzisere Aussagen dazu, ob sich ein Nachkauf bei vorhandenen Positionen lohnt oder wie Neueinsteiger mit dem Musterdepot und den bereits vorhandene Positionen umgehen sollten.

- Henrik Voigt
Bären im Winterschlaf
von Henrik Voigt (03.01.2012)
Seit Wochen das gleiche Bild: der Markt schwankt zwischen häufig positiven Konjunkturmeldungen aus den USA und fast durchweg bedenklichen aus der Eurozone hin und her. Entsprechend hinkt Europa auch in der Aktienkurs- und Währungsentwicklung hinterher, während sich die US-Indizes weiter zäh aufwärts schrauben. Kursbestimmend werden auch die neuen Quartalszahlen der Unternehmen sein, vor allem dann, wenn sich die schlechten Konjunkturdaten auch verstärkt in den Bilanzen niederschlagen sollten. Die neue Berichtssaison begann gestern etwas durchwachsen.
Europa hinkt derzeit hinterher
Neben Konjunktur- und Unternehmensdaten schlägt die Schuldenkrise aber wieder verstärkt zu. Nicht umsonst zeigen sich die Bankaktien europaweit sehr schwach. Hier drückt die Angst vor Kapitalerhöhungen und steigenden Risiken, nachdem eine Kapitalerhöhung der UniCredit (umfasst u.a. auch die deutsche HypoVereinsbank) nur mit einem Kurseinbruch von 43 Prozent zu machen war. Zudem begannen die Zinsen der Krisenanleihen Europas nach kurzer Entspannungsphase wieder zu steigen. Die Renditen zehnjähriger italienischer Staatsanleihen liegen nun wieder über der kritischen Marke von 7 Prozent. Italien muss sich in den nächsten Wochen mit 150 Mrd. Euro refinanzieren. Ungarn musste für seine einjährigen Schatzwechsel sogar fast 10 Prozent Zinsen akzeptieren, nachdem die Ratingagentur Fitch das Land auf Ramsch-Niveau abstufte. Die Umschuldung Griechenlands ist nach wie vor ungeklärt. Das Land steht in Kürze ohne Geld da, weil die Troika-Kommission die eigentlich bereits im Dezember erwartete Hilfszahlung erst drei Monate später freigeben will. Grund sind abermals mangelnde Fortschritte bei der Sanierung des Staatshaushaltes.
Die Refinanzierung mehrerer Euroländer dürfte in den nächsten Monaten sehr schwierig werden. Wenn das aber nicht gelingt, dann wird der Rettungsschirm einspringen müssen. Doch dem fehlt es an der nötigen Kapitalausstattung. Nach den Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bleibt das Interesse privater Anleger (oder treffender: der Banken) am Euro-Rettungsschirm EFSF hinter den Erwartungen zurück. Die Investoren erwarteten offensichtlich höhere Garantien für ihr Engagement, sagte er im Südwestrundfunk.
Die Schuldenkrise wird radikalere Ansätze erzwingen
Eine nachhaltige Lösung der Schuldenkrise ist nach wie vor nicht in Sicht. Im Jahresverlauf wird der Druck der Märkte (vermutlich nach einem angedrohten oder tatsächlichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone) so groß werden, dass die Politik neue Verzweiflungstaten wagen wird. Dazu gehören dann wohl auch Euro-Bonds und das ungehemmte Anwerfen der Notenpresse. Das im Vorfeld dieser möglichen Ereignisse ein Bundespräsident „abgesägt“ wird, der sich in letzter Zeit kritisch gegenüber den Banken und ablehnend gegenüber Eurobonds geäußert hat, passt da nur ins Bild. Wer unbequem wird, hat plötzlich eine „Affäre“ in den Medien.
Der saisonal günstige Rückenwind um die Jahreswende ließ die Schuldenkrise zeitweise etwas in den Hintergrund treten. Aber dieser Rückenwind lässt Mitte Januar nach und schlägt dann bis in den März hinein in Gegenwind um. Gut möglich, dass die Schwankungen an den Börsen nun also wieder zunehmen, während die Kurse wieder Federn lassen müssen. Der klassische Aktienanleger wird sich ein dickes Fell zulegen und um seinen Kapitalerhalt bangen müssen.
Börsen werden wieder unberechenbarer – na und…
Sie muss das allerdings nicht weiter stören. Mit unseren größtenteils marktunabhängigen Strukturen im Musterdepot lässt sich in nahezu jedem Marktumfeld ganz entspannt Geld verdienen. Und mit den jüngsten, teilweise noch offenen Empfehlungen aus der vergangenen Woche bauen wir diese Strukturen noch weiter aus. Dadurch sind Sie beispielsweise auch bei den wenigen Aktien mit dabei, die trotz des schwierigen Marktumfeldes bereits wieder neue Allzeithochs erreicht haben. Ohne sich jedoch Gedanken darüber machen zu müssen, ob diese Hochs auch nachhaltig sind.

- Jürgen Nowacki
Der Jahresanfang 2012 ist ein Auftakt nach Plan
von Jürgen Nowacki (04.01.2012)
Damit liege ich mit meinem 5.000 Euro Santa-Claus Rallye Depot genau richtig, denn 66 Prozent der Positionen sind nach nur drei Wochen im Gewinn. Die Spitzenposition belegt HeidelbergCement mit einem satten Plus von mehr 27 Prozent! Was besonders erfreulich ist: Sie konnten in aller Ruhe ihr Depot aufbauen. Darüber hinaus habe ich unseren Neueinsteigern zwei Wochen lang Mut machen können noch einzusteigen. Aber wie ich Ihnen bereits mit Start dieses Sonderdepots am 11. Dezember mitteilte, wird es nicht bei dieser positiven Auftaktveranstaltung bleiben. Das Jahr 2012 wird genauso volatil weiter gehen, wie wir es in 2011 erlebt haben, aber- und das ist unsere Chance - auf einem höheren Kursniveau. In der Rubrik DAX und Dow erläutern wir Ihnen heute, warum wir bereits in den nächsten Tagen die Gewinne des Santa-Claus Depots realisieren und möglicherweise auf die Shortrichtung umschwenken werden.
Was ist mit dem Euro los?
Italiens Sparprogramm in der Größenordnung von 30 Mrd. Euro genießt großes Vertrauen und wird den Worten des EU-Währungskommissars Olli Rehn zufolge bereits in 2013 zu einem ausgeglichenen Haushalt führen. Aber für die EU-Zone kommt diese Entwarnung offensichtlich zu spät: Wie das Marktforschungsinstitut MARKIT jetzt veröffentlicht, stehen die Konjunkturzeichen auf Sturm. Auch Deutschland werde sich dieser EU-Rezession nicht entziehen können, so der Chef-Ökonom Chris Williamson. Wir werden in der Rubrik Devisen und Rohstoffe die Frage klären, ob sich der Euro jetzt erholen kann, oder ob es schon bald weiter nach Süden geht.
Zu guter Letzt: Kaffee mit einer 200-Prozent-Chance
Warum nicht einmal wieder den Rohstoffmarkt handeln? Sie werden staunen, welche Kurschancen sich jetzt im Kaffee ergeben. Ich zeige Ihnen, wie Sie von den Kursschwankungen profitieren können. Das wird unser heutiges Schwerpunkthema sein - ich hoffe, Sie sind wieder dabei.

- Henrik Voigt
Wie wird denn nun das Jahr?
von Henrik Voigt (03.01.2012)
Für den US-Aktienmarkt endete das Jahr 2011 mit einem unveränderten Kursstand im Vergleich zum Jahresbeginn (gemessen am S&P 500, in Dollar). Für diese Nullperformance mussten Investoren allerdings sehr heftige Schwankungen einstecken. Vom Kaufkraftverlust des US-Dollars einmal ganz abgesehen. Und da hatten es die US-Anleger noch gut. Der DAX büßte auf Jahressicht 17 % ein, der chinesische Shanghai Composite Index sogar 20 % (zur besseren Vergleichbarkeit wiederum gemessen in US-Dollar).
Vergessen Sie alle Kursziele für das Jahresende
Aber Schwamm drüber. 2012 wird dafür ganz toll. Zumindest, wenn man den stets sehr optimistischen Analystenschätzungen glaubt, die zu Jahresbeginn wieder herumgereicht werden. Die „USA Today“ veröffentlichte kürzlich ihre alljährliche Umfrage zur erwarteten Performance der US-Börsen in 2012. Und siehe da, im Schnitt erwarten die Analysten einen Kurszuwachs auf Jahressicht von 10,5 Prozent. Das ist ziemlich der gleiche Zuwachs, den die Analystengilde schon für 2011 erwartet hatte. Was daraus wurde, sehen Sie aber an den Zahlen oben.
Was ich damit sagen möchte, sind zwei Dinge. Zum einen können Sie Analystenschätzungen für das Gesamtjahr getrost vergessen. Sie treten fast nie ein. Und zum zweiten: Wenn die Analystenschar sehr optimistisch eingestellt ist, dann kommt es meistens anders. Auch das dürfte das vergangene Jahr eindrucksvoll bewiesen haben. In der Nähe von größeren Böden oder in frühen Phasen eines neuen Bullenmarktes müsste die Stimmung deutlich pessimistischer sein als sie es jetzt ist.
Analysten optimistisch, Big Money short
Dazu passt, dass ein Großteil des „Big Money“ (im Börsenjargon „Commercials“ genannt) seit einigen Wochen allmählich immer mehr Spekulationen auf fallende Kurse des für die Weltbörsen richtungsweisenden S&P 500 Index aufbauen. So, wie sie es bereits im gesamten 1. Halbjahr 2011 taten. Was danach kam, wissen Sie alle.
Nun ist ein Shortüberhang von Positionen der Commercials auf den S&P 500 kein Zeichen dafür, dass es gleich morgen einen Crash geben wird. Nein, diese Marktteilnehmer, die sehr oft richtig liegen, agieren meist mittelfristig und sie wollen eine große Bewegung erwischen. In 2011 dauerte es immerhin ganze 7 Monate, bevor die Börsen die von dieser Anlegergruppe antizipierte Kursrichtung einschlugen. Es dürfte sich dennoch für sie ausgezahlt haben, da die Bewegung entsprechend groß ausfiel. Beim Euro sehen wir hingegen genau das umgekehrte Bild: einen Long-Überhang der Commercials. Solange die Anlegergruppe von einem mittelfristig steigenden Euro ausgeht, dürfte es keinen unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Euroraumes geben. Das hatte ich ja bereits in der letzten Ausgabe geschrieben.
Defensive Strategien weiterhin lohnend
Die aktuelle Short-Positionierung des „Big Money“ deckt sich übrigens mit unserer defensiven Depotausrichtung. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass es in 2012 noch einmal kräftig an den Märkten rumpeln wird. Ob wir dann bereits einen nachhaltigen Boden ausfindig machen können, wird entscheidend davon abhängen, wie pessimistisch die Stimmung dann sein wird. Je schlechter, desto besser für die Bullen. Bis dahin lohnt es sich, weiterhin vorsichtig zu agieren, defensive Positionen zu bevorzugen und Gewinne bei Trend-Trades frühzeitig zu realisieren. Und genau das ist es, was wir auch in den nächsten Monaten weiterhin tun werden.

- Jürgen Nowacki
Analysten blicken eher pessimistisch auf 2012 – und was sagt uns das?
von Jürgen Nowacki (28.12.2011)
Die Printmedien überschütten uns in diesen Tagen mit Prognosen für das Börsenjahr 2012. Aber welchen Nutzen haben wir Anleger, Investoren und Börsianer davon zu erfahren, wo Analyst XY in den nächsten zwölf Monaten den DAX und Dollar sieht? Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht – aber mich interessiert nur, ob die Masse der Analysten negativ oder positiv für 2012 gestimmt ist. Mehr können die Medien nicht für mich tun. Und wenn Sie sich die Prognosen für 2012 anschauen, kommen Sie wahrscheinlich auch zu dem Schluss: Für 2012 sind viele Börsenbriefe und Analysten zwar pessimistisch gestimmt – was aber nach Auffassung der Vertreter der Behavioral Finance eine Contrary Opinion also Käufe auslösen würde. Demnach wiederum stehen wir vor einem guten Börsenjahr. Also, für mich klingt das alles sehr kompliziert und vage …Als Anleger muss ich doch täglich überprüfen, wie sich beispielsweise die aktuelle politische Lage im Nahen Osten auf den Rohölpreis auswirkt. Ich muss wissen, ob der Euro schwach oder der USDollar fundamental stark ist. Wie wirken sich charttechnische Faktoren auf die Preisbildung aus –oder üerwiegen die geldpolitischen Maßahmen der EZB? Das alles sind Fragen, die niemand fü zwöf Monate im Voraus beantworten kann.
Unsere Entscheidungen sind bankenneutral und effizient
Deshalb hat der Target Trader die Aufgabe, Ihnen, liebe Leser, nicht nur langfristige, sondern vor allem auch kurzfristige Entscheidungshilfen an die Hand zu geben, die Sie auf Ihr Risikoprofil adaptieren können. Und wenn externe Einflüsse Ihren Investmentplan über den Haufen zu werfen drohen, dann haben Sie im Target Trader einen Ratgeber, der Ihnen aktuelle Markteinflüsse erklärt. So bekommen Sie eine bankenneutrale Hilfestellung.
Anders als sonst zeige ich Ihnen heute einige Langfristcharts vom Dollarindex und von Gold – aber nicht, um in den Chor der zahlreichen Börsendienste einzustimmen, sondern um Ihnen die übergeordneten langfristigen Trends zu zeigen. Sie erhalten in dieser letzten TT-Ausgabe des Jahres 2011 wertvolle Hinweise auf die möliche Entwicklung am Devisenund Goldmarkt der nähsten Wochen und Monate. Und ich begrüde auch –klar und unmissverstädlich, wie Sie es gewohnt sind –meine Entscheidung. So könen Sie effizient arbeiten. Eines vorweg: Der Euro bleibt schwach, und er wird sogar noch schwächer, was den Aktienmärkten wiederum zu schaffen machen dürfte aber dazu später mehr.

- Henrik Voigt