Der Hebel wirkt in beide Richtungen

Der hohe Hebel, der uns bei steigenden Aktienkursen überproportionale Gewinne einbringt, wirkt natürlich auch im negativen Sinn, wenn es einmal in die andere Richtung läuft, also die Aktie fällt.

Ein solcher Optionsschein, der bei steigenden Aktien prozentual ein Vielfaches ansteigt, fällt logischerweise auch im selben hohen Grad, wenn die Aktie fällt und sich so wieder von ihrem Bezugspreis entfernt oder, wenn sie darüber liegt, sich zumindest der innere Wert dadurch verringert. Es kann, das ist klar, keine höheren Gewinne geben, wenn sich dabei zugleich nicht auch die Risiken erhöhen. Nehmen wir als Beispiel wieder unseren MAN-Optionsschein (siehe Abbildung).

Der MAN-Optionsschein fällt kurzzeitig um 63% - aber der Trend bleibt intakt und der Kurs steigt schnell wieder auf neue Höchstkurse!

Der MAN-Optionsschein fällt kurzzeitig um 63% - aber der Trend bleibt intakt und der Kurs steigt schnell wieder auf neue Höchstkurse!

So haben Optionsscheine also in der Konsequenz eine deutlich höhere Schwankungsbreite als Aktien - und zwar in beide Richtungen. Doch über den Kauf oder Verkauf eines Optionsscheins entscheiden nicht dessen Schwankungen, sondern der Kursverlauf der dem Schein zugrunde liegenden Aktie.

So lange deren Trend weiter intakt ist, gibt es auch keinen Grund, den Optionsschein zu dieser Aktie zu verkaufen.