Die vier Bausteine eines Optionsscheins

Die erste Variable ist der vorher bestimmte Zeitpunkt. Das bedeutet, dass Ihr Recht nur eine bestimmte Lebensdauer hat, d.h. die Laufzeit eines Optionsscheins begrenzt ist. Hierbei gibt es zahllose Varianten, die vom Herausgeber des Optionsscheins (Emittent, in aller Regel ist das eine Bank) frei wählbar sind. Es gibt Optionsscheine, die mit Laufzeiten von wenigen Wochen herausgegeben werden, andere, die mehrere Jahre lang laufen.

Der zweite Baustein eines Optionsscheins ist das so genannte Bezugsverhältnis. Hier legt der Emittent von vorne herein fest, wie viele Optionsscheine zum Bezug von einem Stück des Basiswerts berechtigen. Ein konkretes Beispiel folgt gleich unten.

Der dritte Baustein ist der Basiswert selbst. Optionsscheine gibt es auf nahezu alles, was an einer Börse handelbar ist. Also auf Aktien ebenso wie auf Indizes, Rohstoffe, Anleihen oder Währungen. Bei meinen Beispielen werde ich aus Gründen der Einfachheit ausschließlich bei Optionsscheinen auf Aktien bleiben.

Der letzte Baustein ist der Bezugspreis. Hier geht es darum, zu welchem Preis Sie den Basiswert - in unserem Fall immer eine Aktie - am Ende der Laufzeit vom Herausgeber des Optionsscheins kaufen (Call) bzw. an ihn verkaufen (Put) dürfen. Im nachfolgenden Beispiel beschränke ich mich auf einen Call-Optionsschein. Mit dieser Art von Optionsscheinen kann man Aktien kaufen und dabei von steigenden Kursen profitieren.

Nun zu einem konkreten Beispiel, dann ist Ihnen die Funktion eines Optionsscheins sofort klar.