Chartanalyse = Trendanalyse

Die Chartanalyse geht davon aus, dass sich zwangsläufig alle kursrelevanten Fakten unmittelbar in den Kursen und Umsätzen niederschlagen. Die Folge daraus ist, dass die Wertung dieser Fakten (die schließlich nichts anderes ist als die Meinung der Marktteilnehmer) mittels geeigneter Interpretationsverfahren aus den Kurs- und Umsatzverläufen ablesbar sein muss. So weit so gut.

Der Grundgedanke der technischen Analyse ist aber noch wesentlich simpler. Kurstrends bleiben in aller Regel so lange erhalten, bis in der Angebots- und Nachfragestruktur eine grundsätzliche Änderung eintritt, die den Trend unterbricht und somit definitiv eine Umkehr signalisiert. Daraus resultiert auch die grundlegende Philosophie der Chartisten, bei günstigen Trendverläufen Gewinne so lange wie möglich wachsen zu lassen, Verluste hingegen durch baldiges Aussteigen in Trendumkehrphasen möglichst zu begrenzen. Die technische Analyse ist daher auch kein Prognosemittel, sondern lediglich eine Zustandsbeschreibung. Die Chartanalyse ist also eine Trendanalyse.

Die 3 wesentlichen Methoden sind 1. die Trendlinienmethode, 2. die Analyse der Formationen und 3. die Kursanalyse mittels gleitender Durchschnitte.

Für die Darstellung von Charts gibt es 2 wesentliche Faktoren:

  1. die Darstellung der Kursbewegung eines Tages, einer Woche oder eines Monats durch einen Punkt, einen Strich oder eine Kerze (Candle).
  2. Daneben ist die Kursachse zu definieren als linearer bzw. logarithmischer Chart.