Unterstützungs- und Widerstandslinien

Die Unterstützungs- und Widerstandslinien bilden Kurszonen, bei denen

  • ausreichende Nachfrage zum Schutz vor weiterem Kursverfall besteht (Unterstützung),
  • ausreichendes Angebot zur Verhinderung weiterer Kurssteigerungen besteht (Widerstand).

Die Kurse können sich durchaus über einen längeren Zeitraum zwischen den beiden Linien hin und her bewegen, ohne dass diese durchbrochen werden. Der Grund liegt darin, dass sich die Anleger auf die Kursbereiche konzentrieren, die schon in der Vergangenheit relevant waren.

Kaufen Sie nicht vor einer Widerstandslinie und verkaufen Sie nicht vor einer Unterstützungslinie. Erst bei Durchbruch durch eine Widerstandslinie bzw. Durchbruch durch eine Unterstützungslinie ist der Kauf bzw. Verkauf aus charttechnischer Sicht zu empfehlen.

Häufig bildet sich nicht nur eine Unterstützungs- bzw. Widerstandslinie, sondern es bildet sich eine Unterstützungs- bzw. Widerstandszone. Dabei liegen die Schwankungen zwischen oberer und unterer Unterstützungs- bzw. Widerstandszone in einer geringen Spannbreite (maximal 10%).

Wird eine Unterstützungslinie gebrochen, ergibt sich an gleicher Stelle ein Widerstand. Schematisch sehen Sie dies in der Grafik. Hier liegt der Widerstand (4) auf Höhe der 1. Unterstützung (1). Zu guter Letzt sollten Sie auch auf gleitende Durchschnitte (so genannte Moving Averages) achten. Was ist eigentlich ein gleitender Durchschnitt? Er bildet sich aus dem Durchschnitt der Aktienkurse einer bestimmten Periode. Bei dem 200-Tage-Durchschnitt wird er aus den 200 letzten Tageskursen gebildet. Liegt der aktuelle Kurs über diesem Durchschnitt, dann befindet sich die Aktie noch im Aufwärtstrend. Ein Kaufsignal für Sie wird immer dann ausgelöst, wenn ein solcher gleitender Durchschnitt vom Aktienkurs von unten nach oben durchbrochen wird. Aber auch wenn in einer Konsolidierungsphase der gleitende Durchschnitt angetestet aber nicht gebrochen wird, handelt es sich für Sie um eine trendbestätigende Formation. Daneben müssen Sie darauf achten, ob sich ein gleitender Durchschnitt im Aufwärtstrend befindet. Denn dann erhalten Sie eine zusätzliche trendbestätigende Information. Die bekanntesten gleitenden Durchschnitte sind 200 Tage, 100 Tage, 38 Tage. Je länger der gleitende Durchschnitt gewählt wird, desto länger sollte auch der Anlagehorizont sein. Die 200-Tage-GD-Linie ist für den langfristigen Investor, der eher in Jahreshorizonten agiert, aussagekräftig. Für Sie als Trader ist eher die 38-Tage-GD-Linie relevant. Als Daytrader wird man auf Intraday-Durchschnitte achten.

Für kurzfristige Trades macht es Sinn, mit 2 gleitenden Durchschnitten zu arbeiten. Nehmen Sie den 10- und 38-Tage-GD und setzen Sie Kauf- und Verkaufsignale auf den Schnittpunkt von 10- und 38- Tage-GD. Schneidet die 10-Tage-GD- die 38-Tage-GD-Linie von unten nach oben, dann kaufen Sie. Umgekehrt bekommen Sie ein Verkaufsignal.