DAX: Weiter auf dem Weg nach unten

von Henrik Voigt (09.03.2009 )

Nachdem ich den amerikanischen Markt heute langfristig betrachtet habe, will ich dasselbe auch mit unserem DAX tun. Und da fällt sofort auf, dass der sich wesentlich besser gehalten hat als sein Bruder aus Übersee. Während der S&P 500 nämlich bereits die Tiefs des letzten Bärenmarktes hinter sich gelassen hat, notiert der DAX noch weit darüber. Er müsste sich fast halbieren, um es dem S&P 500 gleichzutun.

Aber auch hier wird's langsam kritisch. Möglicherweise bildet sich hier ebenfalls eine große Topformation zwischen 8200 und 2200 Punkten aus, die dann mindestens eine weitere Kursviertelung auslösen würde. Aber dazu muß der DAX zuerst seine Unterstützung bei ca. 3500 Punkten reißen, danach die Aufwärtstrendlinie bei ca. 2800 Punkten und dann noch die letzte Bastion bei 2200 Punkten. Davon sind wir derzeit jedoch noch sehr weit entfernt. Die Vorgaben vom amerikanischen Markt sind jetzt auch langfristig sehr schlecht, aber wenn die Outperformance beim DAX anhält, kommen wir hier vielleicht noch mit einem blauen Auge davon.

Das Schicksal des DAX hängt also vom Verhalten im Bereich der drei genannten Unterstützungen ab. An jeder dieser Marken hat der DAX die Chance für eine kurz- oder mittelfristige Trendwende. Ob er sie nutzt, werden wir sehen. Auf jeden Fall ist dort aber erhöhte Aufmerksamkeit bei Shortpositionen angebracht. Ich werde alles natürlich engmaschig für Sie verfolgen.

 Chart 4: DAX Monatschart

Im kürzerfristigen Zeitfenster auf Tagesbasis ist noch alles beim Alten: Keine Anzeichen einer Bodenbildung, noch keine echte Ausverkaufsstimmung. Die Indikatoren lassen auch noch etwas Platz nach unten. Mal sehen, wie lange das noch so weitergeht.

Fazit: Der DAX nähert sich einer größeren Unterstützung bei ca. 3500 Punkten. Falls diese halten sollte kann es, muß es aber nicht zu einer kurz- oder mittelfristigen Trendwende kommen. Übergeordnet wird der Bärenmarkt jedoch fortgesetzt werden.

 

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