In der aktuellen Ausgabe schrieb ich für die Leser von Dax Profits über die drastische Abwertung des Dollars als Folge einer völlig verfehlten US-Notenbankpolitik, u. a. in Gestalt des jüngsten Bankenrettungsplans...
Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal stärker als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um annualisiert 4,0% gegenüber dem Vorquartal nach dem die erste Schätzung bei 3,4% gelegen hatte. Der von der Fed als Inflationsmaß favorisierte Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg um 4,2% (vorläufig: 4,3%) auf Jahressicht. Der BIP-Deflator betrug plus 2,7% nach plus 4,2% im ersten Quartal...
Ich lese viel von weiteren Zinssenkungen in den USA. Wenig lese ich von den massiven Gefahren, die bei einer weiteren Abwertung des Dollars entstehen. Die USA sind abhängig von ausländischen Krediten. Eine Abwertung des Dollars, also eine Inflationierung des Dollars, wird hauptsächlich die Gläubiger treffen: Inflation ist immer eine reale Enteignung der Gläubiger! (Nehmen wir an, Sie leihen jemanden 100.000 €. In dieser Zeit wertet der Euro um 10 % ab. Dann haben Sie real 10.000 € verloren ...
Hierzu ein Zitat zu dem von mir sehr geschätzten Norbert Walter, dem Chefökonom der Deutschen Bank und Freidenker: „Für die nächsten drei bis fünf Jahre stimme ich der These (dass der Dollar gegen Euro und Schweizer Franken nur verlieren könne) zu. .... aber für die Dekaden danach, würde ich das als Unsinn bezeichnen. Die US-Wirtschaft ist weiterhin die dynamischste unter den „alten" Volkswirtschaften, und dies aus zwei Gründen: Amerika vermehrt sich, bleibt jung, und es hat ein erfolgversprechendes Wirtschaftssystem ...