Das Auftreten von Übertreibungswellen gehört zu den Kapitalmärkten wie Ebbe und Flut zu den Ozeanen. Eine besonders ausgeprägte Form lässt sich derzeit am Markt für Rohöl betrachten. Es ist noch keine fünf Monate her, da wurden mitten im schon erkennbaren Abschwung der Weltwirtschaft noch Kursziele von 200 US-Dollar und mehr für die unmittelbare Zukunft in den Raum gestellt...
Das ist natürlich genau das, was nicht passieren darf: In den letzten Tagen ist der Ölpreis wieder zur 100 USD Marke gelaufen. Damit erhöht sich erneut der „importierte" Inflationsdruck für die USA. Allerdings müsste der Ölpreis weit über die 100 USD Marke steigen, um erneut einen Einfluss auf die Inflation zu nehmen, da nur so ein relativ höheres Preisniveau erreicht ist ...
Das Rohöl bleibt für die Aktienseite der mit Abstand dominanteste Einflußfaktor von der Intermarketseite. Das ist sogar schon eine richtig übertriebene sentimenttechnische Abhängigkeit in diesen Tagen...