Willkommen im Börsenjahr 2009

von Andreas Wolf

Die ersten beiden positiven Handelstage mögen zwar noch kein verlässlicher Indikator für eine längere Fortdauer der aktuellen Erholungsbewegung sein, aber sie zeigen immerhin, das in einem Umfeld überaus pessimistischer Stimmungen der beste Näherboden für steigende Kurse liegt. Um den Optimismus nicht gleich auszuufern zu lassen: Das erste Halbjahr wird in jedem Fall schwankungsanfällig bleiben, es wird der Fahrt durch ein Tal mit mal mehr und mal weniger Nebel gleichen. Entsprechend stark können dann auch die Brems- und Beschleunigungsmanöver von statten gehen. Ein durchweg positives Börsenjahr zu prognostizieren wäre deshalb aber allzu fahrlässig.

Noch steht nicht fest, wie schnell die Maßnahmen aus Zinssenkungen und Konjunkturpaketen sich in den verschiedenen Wirtschaftsräumen auswirken. Klar ist aber, dass die US-Notenbank bereit ist, die Deflationsspirale, also die Wechselwirkung aus sinkenden Preisen und einem fallenden oder niedrigen Wirtschaftswachstum um den Preis der vermehrten Produktion von US-Dollar-Scheinen zu verhindern. Damit steht Inflation auf absehbare Zeit wieder schneller auf dem Programm als das manche nun denken. Die Grundlage für die nächste Aktienblase wäre damit dann auch schon gelegt.

 

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